Ankommen
Mein Name ist Erhard Rüttimann und dies ist die Geschichte, warum es diese Seite gibt.
Ich war immer auf der Jagd. Nach Erfolg, Status, Anerkennung. Ich war auf der Überholspur – und die anderen Fahrer nahm ich nur beiläufig wahr.
Mit jedem Meilenstein, den ich erreichte, wuchs die Leere in mir. Also setzte ich mir ein noch größeres Ziel. Mein Körper gab mir Signale. Ich hörte nicht hin. Wird schon vorbeigehen, dachte ich, und machte einfach weiter.
Bis mein Körper keine Wahl mehr hatte, als mich in meinem Irrsinn lahmzulegen.
In der Nacht auf den 3. September 2008 (ich war 45 Jahre alt) wurde ich von starken Krämpfen heimgesucht. Zuerst in den Füßen, dann in den Waden, dann in den Oberschenkeln, in beiden Beinen, vorn und hinten gleichzeitig. Als ehemaliger Spitzensportler kannte ich Krämpfe. Jedoch nicht in diesem Ausmaß.
Ich versuchte dagegen anzukämpfen. Erfolglos. Ich musste mich den Schmerzen hingeben und einfach warten.
Ich spürte, wie das Gefühl in den Beinen langsam verblasste. Ich sah ein Bild vor mir aus einem Gangsterfilm mit der berühmt-berüchtigten Szene, in der ein Verräter in ein Fass gesteckt und mit Beton zugegossen wurde. Ich spürte, wie der Beton immer härter wurde, zuerst um die Füße, dann die Beine, bis zu den Hüften.
Ein Gedanke schoss durch meinen Kopf: Fühlt sich das so an, wenn die Seele den Körper verlässt?
Von höllischen Schmerzen geplagt, strömten die Tränen über mein Gesicht. Ich bemühte mich, nicht laut zu weinen. Ich wollte meine Familie nicht aufwecken. Nach mehr als zwei Stunden war es endlich vorbei. Als ich aufstehen wollte, stellte ich fest: Ich konnte meine Beine nicht mehr bewegen.
Ich war gelähmt!
Die folgenden Tage waren ein Spießrutenlauf. Von einem Spezialisten zum anderen. Die Ärzte untersuchten alles. Fanden nichts. In weniger als zehn Tagen verlor ich acht Kilogramm reine Muskelmasse. Ich wog gerade noch 54 Kilo (bei einer Körpergröße von 178 cm).
Die Diagnose: Rollstuhl – wenn ich es überhaupt überleben würde.
Ich habe die Diagnose nie akzeptiert.
Gewinner geben nie auf. Aufgeber gewinnen nie. ~ Vincent Lombardi
Ich war zu diesem Zeitpunkt seit zwei Jahren auf dem geistigen Weg und praktizierte täglich Meditation (morgens und abends) und studierte die alten Schriften. Das gab mir den unerschütterlichen Glauben, dass alles gut wird.
Die tägliche Meditation schenkte mir Ruhe und Klarheit mitten im Chaos.
Ich erstellte einen ausführlichen Report über mich – alle Krankheiten, Unfälle und Verletzungen, die ich seit meiner Geburt hatte. Diesen Report schickte ich in der ganzen Welt umher, auf der Suche nach einem Menschen, der mir helfen könnte.
Erinnerungen an den Film „Lorenzos Öl“ fanden Eingang in mein Bewusstsein. Mir war klar, was das bedeutete. Sofort las ich alles über die Krankheit, die Lorenzo hatte: Adrenoleukodystrophie (ALD). Nach sorgfältigem Studium wusste ich, dass es das nicht war.
Entwarnung.
Nach rund sechs Monaten entdeckte ich eine E-Mail von einer ayurvedischen Klinik in Indien in meiner Inbox. Die Leiterin, Dr. Sunita, gab mir sofort das Gefühl, dass sie mir helfen kann. Nach einem kurzen Telefongespräch mit ihr war ich überzeugt. Ich setzte mich in den Flieger und hoffte, dass mich jemand am Flughafen abholen würde (ich konnte ja nicht alleine gehen).
Ich war lange in der Klinik in Südindien. Täglich zweimal Massage, verschiedene ayurvedische Anwendungen, frühmorgens Yoga (nicht ganz einfach, wenn man nicht mal stehen kann), Gespräche mit den Ärzten und viel Zeit für geistiges Studium und um über mein Leben nachzudenken.
Nach einem Jahr war ich wieder in der Lage, ein “relativ normales” Leben zu führen. Doch ich wollte nicht mehr in mein altes Leben zurück.
Ich ließ alles los (darüber später mehr) und begann ein neues Leben.
Das machte mich frei. Ich öffnete mich für Neues.
Es war der Moment, als ich einem Weltklasse-Trainer begegnete, in dem ich erkannte, was mich früher angetrieben hatte: Ich bin in meinem Herzen immer ein Lehrer gewesen. Jemand, der das Beste aus mir selbst und anderen Menschen hervorbringen will.
In all den Jahren des Strebens nach Erfolg und Status war die treibende Kraft hinter meinem Wirken immer dieselbe:
Der Wunsch, anderen zu helfen. Sie zu Spitzenleistungen zu befähigen.
Ich hatte die Form verwechselt. Nicht den Impuls.
«When the student is ready, the teacher appears.»
Dieser Satz kam immer wieder in mein Bewusstsein. Und ich erkannte: Ich liebte es, wieder Schüler zu sein, dieses Mal nicht für mich, sondern um anderen dienen zu können.
Ich wollte lernen, wie man das Beste aus anderen hervorbringt und wie ich das in ein System bringen kann.
Aus diesem Schüler wurde ein Lehrer. Aus dieser Erkenntnis entstand die Personal Breakthrough Academy. Nicht als Karriereprojekt. Sondern als Auftrag.
Das ist mein WARUM.
Im Laufe der Zeit ist daraus ein ganz konkreter, praktischer Weg geworden. Ein Weg, wie man mit sich selber und anderen gut umgeht, sodass man ein erfülltes und glückliches Leben führen kann.
Seither begleite ich, zusammen mit einem kleinen Team, Menschen, die führen und sich dabei nicht verlieren wollen. Menschen wie du, als du diese Seite betreten hast.
Du bist willkommen, so wie du bist. Kein Druck. Keine Erwartungen. Sieh dich um, solange du möchtest.
Wenn du bereit bist, einen ersten Schritt zu tun – tritt ein.
Wenn meine Geschichte mit dir in Resonanz geht, habe ich einen Codex geschrieben, einen Aufruf an Menschen, die wie wir anders durchs Leben gehen wollen.
«Heartfelt Leadership: ein Codex für einen besseren Lebensweg.»
Herzlichst
Erhard Rüttimann (meine Freunde nennen mich Hardy)
Gründer der Personal Breakthrough Academy