Zwischen 1955 und 1989 hat Robert Lembke im Ersten Deutschen Fernsehen in 337 Folgen der Quizsendung «Was bin ich?» jedem seiner Gäste am Anfang die Frage gestellt: «Welches Schweinderl hätten S’ denn gern?». Ein Rateteam von vier Personen musste dann mit geschickt formulierten Fragen den Beruf der Gäste herausfinden. Für jede mit Nein beantwortete Frage wurde das Sparschweinchen des Gastes mit fünf Mark gefüttert. Mehr dazu weiter unten.
Im Beitrag über die In-10-tion, unserer Einstellung zu anderen Personen, haben wir uns Gedanken zum Selbstkonzept gemacht. Wir haben festgestellt, dass das Konzept, welches wir von uns haben, aus Image, Idealen und Selbstwert besteht. Unser Selbstkonzept ist unsere Konditionierung, die unsere Einstellung beeinflusst, welche unser Verhalten beeinflusst, welches wiederum Resultate erschafft. Diese Beeinflussung existiert in Wechselwirkung, d.h. die Resultate beeinflussen ihrerseits auch unser Verhalten, unsere Einstellung und dadurch unser Selbstkonzept. Dieses Selbstkonzept definiert die Grenzen dessen, was wir in unserem Leben erreichen können. Um Ziele jenseits des Selbstkonzeptes zu erreichen, müssen wir in der eigenen Vorstellung zuerst zu der Person werden, die ein solches Ziel erreichen kann.
Das Selbstkonzepts beantwortet also aus subjektiver Sicht die Frage: Wer bin ich?
Das ist eine ganz einfache Frage, nicht? Ich bin Raymond Risler, ein Mann, Schweizer, Betriebswirtschafter, Ehemann und Vater. Aber halt! Beantwortet das wirklich die Frage «Wer bin ich?» oder sind wir jetzt nicht gerade Gast in Robert Lembkes Fernsehshow und fragen «Was bin ich?».
Wer bin ich dann aber wirklich? Paramahansa Yogananda, ein indischer Weiser, sagte: «Alles, was du von deinem Bewusstsein subtrahieren kannst, ohne deinen «Ich-Sinn» zu verlieren, das bist du nicht.»
Wir sind also nicht unser Körper, wir sind auch nicht unsere Gedanken oder Gefühle, wir sind nicht unser Wille. Was bleibt übrig? Wir sind reines, unbegrenztes Bewusstsein und haben einen Geist und einen Körper, durch die wir uns in der Welt engagieren. Durch die Identifikation unseres wahren Ichs, des unbegrenzten Bewusstseins, mit diesen mentalen und körperlichen Ausprägungen beginnen wir, uns Grenzen zu setzen.
Das auf diese Weise in ein mehr oder weniger enges Korsett gezwängte wahre Ich wird in uns immer wieder den Wunsch nach Freiheit von diesen selbst auferlegten Grenzen erwecken. Was können wir tun, um das Korsett loszuwerden oder wenigstens zu lockern? Wie sieht ein für uns optimales Paket von Massnahmen aus? Die folgenden Überlegungen können helfen, diese Fragen zu beantworten:
- Wenn wir uns auf unseren Körper fokussieren, die gegenwärtigen Umstände als mehr oder weniger gegeben betrachten und akzeptieren, schränken wir uns am meisten ein. Je weniger starr wir hier mit unseren Ansichten sind, umso mehr rütteln wir an den gesetzten Grenzen.
- Wenn wir unseren Geist, unsere mentalen und emotionalen Fähigkeiten einbeziehen, wenn wir Potential zur Veränderung erkennen und daran glauben, wenn wir unseren Mindset ändern, können wir die Begrenzung weiter lockern.
- Wenn wir lernen, uns als reines Bewusstsein zu erfahren, haben wir überhaupt keine Begrenzungen mehr
Daraus ergeben sich verschiedene Handlungsfelder, von kurz- bis langfristig umsetzbar, von limitierter bis unlimitierter Wirkung:
1. Fokussiere auf das Positive im physischen Bereich und in den gegenwärtigen Umständen. Stärke das Positive, z.B. durch
-
- Setzen von klaren und konkreten Zielen
- Planung, wie diese Ziele erreicht werden
- Erlernen und Anwenden von Arbeitstechniken, um ins effiziente Tun zu kommen
- Bilden von Routinen, um schädliche materielle Gewohnheiten durch hilfreiche Gewohnheiten zu ersetzen
2. Arbeite aktiv und zielgerichtet am mentalen Bereich, z. B. durch
-
- Erkennen von Glaubenssätzen über uns und die Welt
- Definieren von Entwicklungszielen
- Regelmässige Innenschau: Wo bin ich heute? In welche Richtung geht die Veränderung? Gefällt mir, was ich sehe oder ist es Zeit, Gegensteuer zu geben?
- Aktivitäten und Übungen, um die Entwicklungsziele zu erreichen, z.B. durch Konzentrationsübungen, Affirmationen, positive Selbstgespräche, Dankbarkeitsprozesse
- Bilden von Routinen, um schädliche mentale Gewohnheiten durch hilfreiche Gewohnheiten zu ersetzen
3. Arbeite an deiner spirituellen Gesundheit: Identifiziere dich nicht mit deinem Körper und Geist. Erkenne, WER DU WIRKLICH BIST. Dies erreichen wir z.B. durch
- Setzen von klaren und konkreten Zielen
- Regelmässige Innenschau: Wie ist mein Bewusstsein heute? In welche Richtung geht die Veränderung? Gefällt mir, was ich sehe oder ist es Zeit, Gegensteuer zu geben?
- Regelmässige tägliche Meditation
- Anpassung unserer Lebensweise
- Selbstloses Dienen
In den verschiedenen Trainings des Heartfelt Leadership Weges lernen wir stufenweise konkrete Werkzeuge und Techniken kennen, um an allen drei Ebenen – Körper, Geist und Seele – zu arbeiten.
Wenn das eine oder andere in diesem Beitrag dich anspricht oder inspiriert, greif zum Telefon (041 768 11 77) oder in die Tastatur (careteam@personalbreakthr-gsjwe4uufy.live-website.com) und melde dich bei uns.
Raymond Risler ist Senior Compliance Officer bei der Zurich Insurance Company und Trainer der Personal Breakthrough Academy.